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Zur
Vorbereitung für einen sauberen und effektiven Ölwechsel ist es
ratsam den Motor des Fahrzeugs behutsam und gründlich warmlaufen
zu lassen. Es bietet sich daher an, die Maschine min. 5-10 km zu
fahren, damit das Öl warm und somit auch flüssiger ist. Der Ölschlamm,
der sich im laufe der Zeit gebildet haben könnte, wird ebenfalls
gelöst und kann ohne weitere Probleme mit abgelassen werden.
Es ist ebenfalls wichtig, dass die Ölwechsel-Intervalle genau
eingehalten werden, denn schlechtes oder gar zu wenig Öl sind die
Hauptursache für Motorschäden. Je weniger Öl ein Motor fasst,
desto kürzer sind auch die Intervalle in denen das Öl gewechselt
werden sollte. Bei allen 125er Motoren bietet sich an, genau nach
Herstellerangaben ca. alle 2.000 km das Öl zu wechseln.
Von vielen Herstellern wird eine bestimmte Ölsorte vorgeschrieben
bzw. empfohlen. Bei der Öl-Klassifizierung reichen die Kürzel
von 15W-40 bis hin zu 0W-60, es wird weiterhin zwischen
mineralischen und synthetischen Ölen unterschieden. Welches Öl
ist also das richtige für meine Bedürfnisse? Es empfiehlt sich
die Umgebungstemperatur, bei der das Motorrad bewegt wird zu
beachten. Die Zahlen beschreiben nichts weiter als den
Temperaturbereich in dem das Öl eingesetzt werden sollte.
Die erste Zahl beschreibt den unteren Teil des Temperaturbereichs,
die zweite Zahl den oberen. Bei mineralischem 15W-40 handelt es
sich um ein Standard-Öl, welches ohne Probleme in ältere
PKW-Motoren eingesetzt werden kann. Bei Motorädern hat sich ein
teilsynthetisches Öl mit der Klassifizierung 10W-40 durchgesetzt,
da es etwas dünnflüssiger ist, als mineralische Öle und auch in
einer kälteren Umgebung einfach schneller die Betriebstemperatur
erreicht. Vollsynthetiköle sollten nur verwendet werden, wenn der
Hersteller des Motorrades dies auch ausdrücklich vorschreibt. Es
gilt der Leitsatz: Je höher die Temperatur des Öls, desto flüssiger
ist es auch (man spricht auch von der Viskosität – Zähigkeit).
Sollte also in einem heißen Sommertag ein Motorrad mit einem Öl
einer niedrigeren Viskosität (also auch kalt sehr flüssig)
durchaus etwas zügiger bewegt werden, könnte es sein, dass die
Ölpumpe den flüssiges Schmierstoff nicht mehr transportieren
kann, ein Motorschaden (Kolbenfresser) wäre die Folge. Daher ist
genau drauf zu achten, ob der Hersteller diesen Schmierstoff auch
empfiehlt.
Für
alle von uns durchgeführten Ölwechsel wurde ein Teilsynthetik-Öl
mit der Klassifizierung 10W-40 verwendet, da dieses Öl sich für
Motorräder bis zu einer bestimmten Leistungsklasse bewährt hat.
Der Hersteller des Öl spielt da nur bedingt eine Rolle, es sollte
jedoch beachtet werden, dass mit zu billigem Öl oft am falschen
Ende gespart wird.
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